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24.12.09 - Brief Pater Voy - Kiabakari/Tansania

Pfarrer Wieslaw Kudlacik,
Grüße in Jesus Christus, dem Herrn der Barmherzigkeit!
 
Im Monat, in dem wir die Feier und das Gedenken an das Mysterium der Gemeinschaft der Heiligen begehen, uns Pilgern auf Erden, der Heiligen im Himmel und der Seelen im Fegefeuer, jener Heiligen Kirche deren Mitglieder sich gegenseitig auf wundervoll reicher und verschiedenartigster Weise unterstützen, möchte ich Dir, meinem liebsten und engsten lebenslangen Freund, Pfarrer Wieslaw, meine innigsten Grüße von Kiabakari in Tansania senden; Grüße voll des Respekts, der Bewunderung, Dankbarkeit und Freude aufgrund der anhaltenden und großzügigen Unterstützung meiner Arbeit in der Mission durch Dich, privaten Wohltätern und der gesamten Pfarrgemeinde, meinen lieben Freunden von Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth, welche ich die Freude hatte, vor nicht allzu langer Zeit besuchen zu dürfen.
 
Es ist mir bewusst, dass ich nichts habe, was ich nicht von zu Hause bekomme. Und zu Hause heißt für mich nicht nur Polen, sondern in einem weiteren Sinn der gesamte europäische Kontinent, dem ich mich verbunden und zugehörig fühle. Europa mit seinem reichen spirituellen, kulturellen und sozialen Vermächtnis ist unser gemeinsames Zuhause. Für dieses Zuhause und für Euch, die Ihr ein besonderer Teil seid, bin ich Gott so sehr dankbar!
 
Mit dieser Nachricht möchte ich alle Früchte meines missionarischen Dienstes in Tansania vor den Altar und unter das Kreuz Eurer Pfarrkirche legen, speziell die Früchte der Erfüllung der ganzheitlichen Vision der Göttlichen Barmherzigkeit in Kiabakari - Göttliche Barmherzigkeit, die die menschliche Person in seiner Gesamtheit umfasst - seiner spirituellen, leiblichen und intellektuellen Dimension.
 
Diözesanpriester wie ich, welche in der Mission arbeiten, werden „Fidei Donum Missionare“ genannt – Träger des Geschenks des gelebten Glaubens der Kirche, welche sie zur Mission sendet. Ich bin mir bewusst, dass ich als Missionar mit europäischen Wurzeln das Geschenk Eures gelebten Glaubens bin; eines Glaubens der Kirche in Europa zu der ich immer mit großem Respekt und Dankbarkeit wiederkehre. Euer gelebter Glaube erinnert mich daran, dass große Taten, seien sie Göttlich oder menschlich, nur unter dem Schatten des Kreuzes, unserem Zeichen des Glaubens, vollbracht werden können.
 
Europa ist der Kontinent vieler Generationen von Heiligen und Märtyrern, so vieler Generationen weiser, begabter und mutiger Menschen. Ich bin stolz und Gott dankbar, dass ich im Jahre 1990 gerade von diesem Kontinent mit dem kostbaren Geschenk des Glaubens, der Kultur und des Wissens zur Mission nach Tansania im Besonderen nach Kiabakari zu den Menschen, die ich nun liebe und respektiere, gegangen bin.
 
Die Verwirklichung der Vision Göttlicher Barmherzigkeit in Kiabakari ist ein langer Weg. Nach der Fertigstellung der ersten Säule, des Baus des Heiligtums der Göttlichen Barmherzigkeit und seiner Einweihung am 3. Juli 1997, und der folgenden Gründung des Diözesan Heiligtums der Göttlichen Barmherzigkeit am 17. August 2001 wurde die zweite Säule am 30. Dezember 2007 fertig gestellt, als wir nach vielen Jahren der Anstrengung endlich das Gesundheitszentrum in meiner Mission eröffnen konnten. Göttliche Barmherzigkeit berührt und heilt den menschlichen Körper.
 
Und jetzt bemühen wir uns seit drei Jahren für die Errichtung der dritten Säule, zum einen dem Johannes Paul II. Bildungszentrums zusammen mit dem Haus für die Schwestern im Glauben, welche nächstes Jahr in Kiabakari erwartet werden und welche das Gesundheitszentrum und die Schule verwalten werden, zum anderen dem Bau eines Hauptwassertanks für die Missionseinrichtungen (Gesundheitszentrum, Bildungszentrum und Schwesternhaus).
 
Es ist für mich unmöglich, diese Unternehmungen ohne externe substanzielle Unterstützung fertig zu stellen. Eure selbstlose, anhaltende und großzügige Hilfe ist wirklich wie kristallklares Wasser auf ausgetrocknete Lippen.Ich werde nie aufhören, Euch für diese entscheidende Lebensader, die Ihr mir so freundlich zur Verfügung stellt, zu danken.
 
Aufgrund Eurer Hilfe und der Unterstützung anderer Freunde konnte ich in diesem Jahr das Dach des Bildungszentrum und den Zaun um das Grundstück der Schwestern fertig stellen und einen Teil des Baumaterials für den Hauptwassertank beschaffen. Ohne Eure Hilfe wäre das alles einfach unmöglich gewesen.
 
Und doch, es gibt noch mehr zu tun. Ich vertraue vollends in die Göttliche Barmherzigkeit und glaube fest, dass wir es mit Gottes und menschlicher Hilfe schaffen. Ich gebe nie auf. Ich kann schon wegen der Menschen, die ich liebe und denen ich in meiner Mission diene, nicht aufgeben.
 
Maria hat bei der Hochzeit von Kanaan in Galiläa, vollkommen vertrauend auf die Barmherzigkeit und Göttlichkeit ihres Sohnes, mit ihm das Problem des Gastgebers geteilt und hat es ihm überlassen, das Problem zu behandeln, in absoluter Freiheit seiner Göttlichen Wahl – so komme auch ich zu Euch und vertraue vollends in Eure Weisheit und Barmherzigkeit, vertraue mich Euch an mit all diesen Problemen und versuche täglich den Willen Gottes in Kiabakari zu erfüllen, wissend dass Ihr mich nicht im Stich lasst …
 
Demütig biete ich Euch mein aufrichtiges Gebet für Euch und Eure Lieben an. Der Ozean der Göttlichen Barmherzigkeit umgebe Euch, so dass der Gnädige Gott Euch für Eure Liebenswürdigkeit, Unterstützung, Sorge und Großzügigkeit belohne. Danke, dass Ihr mit mir und für mich da seid. Gott segne uns alle!
 
Jesus, ich vertraue in Dich!
 
Pater Wojciech Adam Koscielniak

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