Zum Nachdenken

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Kaum bemerkt und unerkannt

Kaum bemerkt und unerkannt

Zog er damals durch das Land
Einem Bettler gut genug,
War was er am Leibe trug
Barfuss lief er obendrein,
nein, wer konnte das schon sein?

Kaum bemerkt und unerkannt,
Zog er klärend durch das Land
Was er sprach das war zwar schön
Doch vielleicht nicht zu versteh'n
Und zu glauben schwerer noch,
Eine Handvoll tat es doch

Wenn er, der nur Gutes tat,
Je' für sich um etwas bat
Pflegte das nicht mehr zu sein
Als ein Lager, Brot und Wein.
Gab' man ihm nicht einmal das
Zog er weiter ohne Hast

Kaum bemerkt und unerkannt,
Blieb er dann, als er verschwand
Wer ein Fremder war wie er
Der fehlt keinem allzu sehr.
Und sehr bald, so wie es schien
Hat niemand mehr gedacht an ihn

Nun das ist so ungefähr,
Heut zweitausend Jahre her.

Nichts erhofft die Welt so sehr,
wie seine Wiederkehr
Sonntags machen Frau'n sich schön,
Denn er soll sie festlich sehn
Längst ist allen Kindern klar,
Wer ihr bester Freund einst war

Männer stellen für den Zweck
Schweigend eine gute Flasche weg
Nur vom allerbesten Wein
Für den Fall der Fall tritt ein
Das er einmal wiederkehrt
Und dann steht vor ihrer Tür

Falls er jemals wiederkehrt
Leider spricht nicht viel dafür.

(Georges Moustaki)
 

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Reinigung

Reinigung:

Vor dem Essen Hände waschen nicht vergessen –

Eine deutliche Anweisung zur Hygiene bei der Mahlzeit.

Erst recht beim Heiligen Mahl.

Das Waschen der Hände, Teller und Tassen,

die äußere Reinigung genügt jedoch nicht.

Auf die innere Bereitung kommt es an,

auf die Einstellung des Herzens.

Denn wenn das Herz nicht betet, müht sich die Zunge umsonst.

Sinnlos ist solcher Gottesdienst, vergeblich solcher Aufwand.

Gott lässt sich nicht blenden.

Er sieht das Außen und mehr noch das Innen.

In der Personenmitte geschieht die Begegnung,

oder sie findet nicht statt.

Gott schenkt seine Nähe dem,

der ihn einlässt und in seinem Herzen aufnimmt.


 

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Warten Können

Warten können

In China gibt es eine besondere Bambus-Pflanze. Wer ein Samenkorn dieser Bambusart in den fruchtbaren Boden steckt, muss sich mit Geduld wappnen.

Im ersten Jahr passiert gar nichts. Kein Stängel, nicht das kleinste Sprösslein stösst durch den Boden. Im zweiten Jahr: nichts geschieht. Im dritten Jahr: Fehlanzeige! Im vierten Jahr: Endlich? Von wegen; nichts passiert! Bis zum fünften Jahr muss man warten; dann schiebt der Bambus endlich eine Sprossspitze aus dem Boden. Dann aber wird er in einem Jahr zwölf Meter hoch wachsen – welch spektakuläre "Aufholjagd"!

Für dieses Phänomen gibt es eine Erklärung. Fünf Jahre lang bildet der Bambus im Erdreich ein erstaunliches Wurzelwerk aus. Mit seiner Hilfe hält er, wenn der rechte Augenblick gekommen ist, seinen triumphalen Einzug in die sichtbare Welt, dringt er vor an das helle Licht des Tages.
(Verfasser unbekannt).

Sie wissen alle, wie schwierig es im Leben ist warten zu können. Wir müssen funktionieren, alles soll schnell gehen. Wer kann da noch die Geduld aufbringen zu warten? Warten auf Veränderungen im eigenen Leben, warten, dass sich eine neue Perspektive zeigt, warten auf eine Arbeitsstelle oder auf eine langersehnte Antwort eines Freundes.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie die nötige Geduld aufbringen können einfach zu warten bis die Zeit reif ist, denn: "Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit."
(Koh. 3,1)


 

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Sonntag

Sonntag:

Ein spöttischer Mann, der sich besonders gerne seinen Spass machte über die, die sonntags in die Kirche gingen, schrieb dem Chefredakteur einer Tageszeitung, von dem er wusste, dass er auch ein gläubiger Mensch war, einen Brief:

"Geehrter Herr!“, schrieb er. „Dieses Jahr habe ich einen beachtenswerten Versuch unternommen. Im Frühjahr habe ich jeden Sonntag gesät, anstatt in die Kirche zu gehen. Im Sommer habe ich jeden Sonntag auf dem Feld gearbeitet und im Herbst jeden Sonntag geerntet. Meine Ernte ist wesentlich besser als die meiner Nachbarn, die jeden Sonntag in die Kirche liefen. Was sagen Sie dazu?“

Der Redakteur veröffentlichte den Brief und schrieb darüber: „Gott begleicht seine Rechnung nicht immer im September oder Oktober.“
Quelle unbekannt


 

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Zum Erntedank

Früchte oder Samen?

Ein junger Mann betrat einen Laden. Hinter der Theke stand ein älterer Mann. Hastig fragte er ihn (der junge den älteren): „Was verkaufen denn Sie, mein Herr?“ Der Weise antwortete freundlich: „Alles, was sie wollen“.

Der junge Mann begann aufzuzählen: „Dann hätte ich gerne die Welteinheit und den Weltfrieden, die Abschaffung von Vorurteilen, die Beseitigung der Armut, mehr Einheit und Liebe zwischen den Religionen, gleiche Rechte für Mann und Frau, lebenslange Gesundheit und und und …"

Da fiel ihm der Weise ins Wort: „Entschuldigung, Sie, junger Mann, Sie haben mich falsch verstanden. Wir verkaufen keine Früchte, wir verkaufen nur Samen“.


 

 

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