Zum Nachdenken

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24.12.20 - Weihnachten das ganze Jahr ...

Mutter Theresa sagte mal zu Weihnachten:

Jedes Mal, wenn wir unserem Bruder zulächeln und ihm die Hand reichen, ist Weihnachten.

Jedes Mal, wenn wir einem, der unter physischer Last, moralischer und geistiger Armut leidet, ein bisschen Hoffnung geben, ist Weihnachten.

Jedes Mal, wenn wir zu schweigen beginnen, um anderen zuzuhören, ist Weihnachten.

Jedes Mal, wenn wir Gott durch uns hindurch andere Menschen lieben lassen, ist Weihnachten.


Versuchen wir an diesem Fest in Dankbarkeit für die Liebe Gottes wieder neu unseren Auftrag zu erkennen. Dadurch werden wir die Corona-Krise nicht wegschaffen - dazu brauchen wir ein solidarisches Verhalten und das Befolgen von Verordnungen. Aber vielleicht schaffen wir dadurch etwas mehr Frieden und Freundlichkeit in unserer nächsten Umgebung: in der Familie, in der Nachbarschaft, oder am Arbeitsplatz.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen, dass wir Weihnachten ein ganzes Jahr feiern und leben.
Ihr Pfarrer, Wieslaw Kudlacik

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Nicht der Mensch - sondern Gott...

Nicht der Mensch, wiewohl er für seine Schuld büßt, leistet Genugtuung,
sondern Gott ist es, der es an der Strafe genug sein lässt.

Nicht der Mensch bereitet Gott den Weg,
sondern Gott bahnt sich selber eine Straße zum Menschen.

Nicht der Mensch vermag durch sein eigenes Bemühen Gott zu erkennen,
sondern Gott gibt sich, durch die Offenbarung seiner Herrlichkeit,
aus freien Stücken dem Menschen zu erkennen.

Nicht der Mensch macht Gottes Wort wirksam,
sondern Gottes Wort währt und bewährt sich
trotz des Versagens des Menschen.

Nicht der Mensch geht zu Gott,
sondern Gott kommt zum Menschen.

(Notker Füglister).

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Kann es sein, dass ...

Kann es sein, dass du dem Geist nicht traust,
der dich heimsuchen will?

Kann es sein, dass der Streit, der dich umgibt,
nur von deinem eigenen Unfrieden ausgeht?

Kann es sein, dass du den Menschen nicht siehst,
der dich mit seinen strahlenden Augen beschenken will?

Kann es sein, dass du die Liebe nicht spürst,
weil du zu beschäftigt bist mit anderen Dingen?

Kann es sein, dass du die Freude erstickst,
obwohl sie vor deiner Nase tanzt?

Kann es sein, ja, kann es sein, dass der Geist sich regt,
aber noch nicht in dir?

Ja, es kann sein - komm, Heiliger Geist!

Sonja Neumann

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Inseln der Barmherzigkeit ...

Inseln der Barmherzigkeit im Meer der Gleichgültigkeit.

 

Ich bin eingeladen jeden Buchstaben dieses Wortes mit Leben zu füllen.

So entstehen Inseln - meine Inseln -,

die sich wiederum mit anderen Inseln verbinden.

Ein Netzwerk entsteht im

Miteinander, Füreinander und Zueinander - 

wider die Gleichgültigkeit.

 

B ereit sein - für neue Wege

A chtsam durch den Tag gehen - die kleinen Wunder entdecken

R uhe ausstrahlen - die Hektik durchbrechen

M auern einreißen - aufeinander zugehen

H ören - mit dem Ohr des Herzens

E hrlich sein - aus innerster Überzeugung

R ücksicht nehmen - gegen den Trend des Durchsetzens

Z ivilcourage riskieren - zum Schutz der Benachteiligten

 I deale in den Blick nehmen - doch die Realität zulassen

G renzen überwinden - dem Fremden die Hand reichen

K lage wahrnehmen - sie will gehört werden

E rlebnisse austauschen - und zwischenmenschliche Brücken bauen

 I nsel der Barmherzigkeit sein - im Meer der Gleichgültigkeit

T rauer und Tränen aushalten - wortlos beistehen

 

Gott,

nimm an meinen guten Willen, barmherzig zu sein,

so wie du barmherzig mit mir bist.

 

Lass mich zu einer Insel der Barmherzigkeit werden

mitten im Alltag

zusammen mit vielen anderen Inseln.

 

Du, Gott der Barmherzigkeit, begleite uns.

Lass uns zusammenwachsen zu einem Insel-Netzwerk

gegen ein Meer der Gleichgültigkeit.

 

Martino Machowiak CPS, Missionsschwester vom Kostbaren Blut, Trauerbegleiterin

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Quantitativer Irrtum

So reich waren wir nie wie heute –

so habgierig aber waren wir auch nie wie heute.

 

So viele Kleider hatten wir nie wie heute –

so ausgezogen, so nackt aber, waren wir auch nie wie heute.

 

So satt waren wir nie wie heute –

so unersättlich aber waren wir auch noch nie wie heute.

 

So schöne Häuser hatten wir nie wie heute –

so unbehaust, so heimatlos aber waren wir nie wie heute.

 

So versichert waren wir nie wie heute –

so unsicher aber waren wir nie wie heute.

 

So weit gereist waren wir nie wie heute –

so eng aber war für uns das Land nie wie heute.

 

So viel Zeit hatten wir nie wie heute –

so gelangweilt aber waren wir auch nie wie heute.

 

So viel wissend waren wir nie wie heute –

so sehr die Übersicht verloren haben wir nie wie heute.

 

So viel gesehen haben wir nie wie heute –

so blind aber waren wir nie wie heute.

 

So viel Licht hatten wir nie wie heute –

so dunkel aber war es nie wie heute.

 

So risikolos haben wir nie gelebt wie heute –

so isoliert aber waren die Menschen nie wie heute.

 

So eng aufeinander haben die Menschen nie gelebt wie heute –

so weit voneinander entfernt aber waren die Menschen nie wie heute.

 

So hoch entwickelt waren wir nie wie heute –

so sehr am Ende aber waren wir nie wie heute.

 

Wilhelm Willms, in: Jugend und Gott, A. Pareira / K. Balberg (Hrsg) Butzon&Bercker 1994.

 

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